
Persönliche Motivation
Im Jahr 1993 erblickte ich im schönen Oldenburg in Niedersachsen, als Sohn einer deutschen Kauffrau und eines ivorischen Arbeiters, das Licht der Welt. Da meine Eltern Zeit meines Lebens getrennt lebten, zog meine Mutter meine zwei Brüder und mich alleine groß. Diese Zeit war nicht immer einfach für uns.
Mein älterer Bruder kam damals mit meinem Vater aus der Elfenbeinküste und war der deutschen Sprache zu Beginn kaum mächtig, während mein kleiner Bruder an einer Parese am linken Bein leidet.
Eine große Last für meine Mutter, welche durch ihre Hausarbeit und Erziehung nicht die Möglichkeit hatte, einer festen Lohnarbeit nachzugehen. Somit waren wir auf Hartz 4 angewiesen.
Für uns war es bittere Realität, dass dem Ende des Geldes noch gut ein halber Monat gegenüberstand. Dinge, die für andere normal waren, wie ein Restaurantbesuch, der jährliche Urlaub oder auch das Grillen im Sommer, waren bei uns die Ausnahme.
Meine Brüder und ich blieben auch im jungen Kindesalter nicht von Rassismus verschont. Da wir die dunkle Hautfarbe meines Vaters erbten, verstieß uns ein Teil unserer deutschen Familie. Dieser Hass aufgrund von Äußerlichkeiten, sowie die eigene finanzielle Abhängigkeit, prägten mich nachhaltig.

Ich beschloss es zu meinem Lebensinhalt zu machen, anderen Menschen zu helfen. Ich wollte, dass es anderen Menschen und der zukünftigen Generation einmal besser geht. Das sie selbst nicht die Erfahrungen machen müssen, welche ich gemacht habe.
Das sie in einer gerechten Gesellschaft leben können. Einer Gesellschaft, frei von gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit, in der sich alles um den Menschen dreht und nicht um solche Belanglosigkeiten.
Dieser Wille treibt mich bis heute an!
